Schranktüren sind oft unscheinbar – dabei prägen sie maßgeblich die Optik und Funktionalität eines Schranks. Egal ob Kleiderschrank, Küchenschrank oder Einbauschrank: Die Wahl der richtigen Tür beeinflusst sowohl den Stil als auch den Alltag im Raum. Doch welche Arten von Schranktüren gibt es überhaupt? Und worauf sollte man bei der Auswahl achten?
1. Dreh- bzw. Flügeltüren
Die klassische Variante. Dreh- oder Flügeltüren sind an der Seite des Schranks mit Scharnieren befestigt und lassen sich nach außen öffnen. Sie bieten einen vollständigen Zugriff auf das Innere, benötigen allerdings ausreichend Platz vor dem Schrank. Vorteile:
- Einfach zu montieren und zu justieren
- Kompatibel mit nahezu allen Schranktypen
- Günstig in der Anschaffung
2. Schiebetüren
Schiebetüren sind besonders platzsparend, da sie sich zur Seite schieben lassen – ideal für enge Räume oder Schlafzimmer mit wenig Bewegungsfreiheit. Moderne Schiebesysteme laufen leise und leichtgängig auf Rollen oder in Führungsschienen. Typisch bei:
- Kleiderschränken
- Einbauschränken unter Dachschrägen
- Raumteilern
3. Falttüren
Falttüren – auch Falt- oder Bifold-Türen genannt – bestehen aus mehreren Elementen, die beim Öffnen seitlich zusammengeschoben werden. Sie kombinieren die Vorteile von Flügel- und Schiebetüren, benötigen aber weniger Tiefe zum Öffnen als klassische Drehtüren. Besonders praktisch bei breiten Schrankfronten oder beengten Raumverhältnissen.
4. Schwebetüren
Eine Unterform der Schiebetüren, die nicht auf Rollen, sondern scheinbar „schwebend“ in oberen und unteren Schienen geführt werden. Sie wirken besonders modern und geradlinig – häufig bei Designermöbeln oder modernen Schlafzimmermöbeln zu finden.
5. Jalousietüren / Rolltüren
Diese Variante kennt man vor allem aus Büros oder Badezimmern. Die Türen bestehen aus schmalen Lamellen, die entweder seitlich oder nach oben eingerollt werden. Jalousietüren sind sehr platzsparend und bieten einen minimalistischen Look, allerdings ist die Mechanik empfindlicher als bei anderen Türsystemen.
Materialien für Schranktüren
Auch beim Material gibt es zahlreiche Möglichkeiten – je nach Budget, Designanspruch und Einsatzort:
- Dekorplatten / Melamin: robust, pflegeleicht und in vielen Farben und Dekoren erhältlich
- Echtholzfurnier: edler Look mit echter Holzoberfläche, dafür etwas empfindlicher
- Massivholz: hochwertig und langlebig, mit natürlicher Haptik – meist teurer
- Glas (klar, satiniert, lackiert): modern und elegant, häufig in Kombination mit Alurahmen
- Spiegel: besonders bei Kleiderschränken beliebt – vergrößert optisch den Raum
- Lackfronten: glatt, glänzend oder matt – besonders im Küchenbereich gefragt
Wichtige Funktionen & Zubehör
Wer seine Schranktüren nicht nur optisch, sondern auch funktional optimieren möchte, hat zahlreiche Möglichkeiten:
- Soft-Close-Systeme: sanftes, leises Schließen ohne Knallen
- Push-to-Open: öffnet durch leichten Druck – ideal für grifflose Fronten
- Griffleisten oder Griffmulden: dezente, ergonomische Lösungen
- Individuelle Bohrbilder: besonders relevant bei maßgefertigten Türen oder bei Austausch bestehender Fronten
Fazit
Schranktüren sind weit mehr als nur funktionale Abdeckungen – sie beeinflussen das Raumgefühl, das Design und den täglichen Komfort. Die Wahl hängt stark vom verfügbaren Platz, dem Stil des Raumes und den persönlichen Vorlieben ab. Wer sich vor dem Kauf mit den verschiedenen Türarten und Materialien auseinandersetzt, findet leichter eine Lösung, die sowohl optisch als auch praktisch überzeugt.